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Mein Weg mit der Medical Medium-Ernährung – und warum sie nicht mehr zu mir passt
Ich habe mich entschieden, diesen Artikel zu schreiben, weil es ein Teil meines Weges war und meine ersten Anfänge auf YouTube und Instagram stark von der Ernährung nach Anthony William inspiriert waren.
Der ein oder andere, der von Anfang an dabei war, erinnert sich vielleicht und fragt sich, warum sich das geändert hat – warum ich mich nicht mehr nach Anthony William ernähre.
Wer ist Anthony William?
Für alle, die ihn nicht kennen: Anthony William nennt sich selbst „Medical Medium“ und hat viele Bücher über Ernährung geschrieben. Er ist bekannt für den Selleriesaft-Trend und hat eine sehr große Anhängerschaft auf der ganzen Welt. Viele Menschen berichten von beeindruckenden Heilungsgeschichten durch seine Ernährungsempfehlungen. Allerdings ist Anthony William weder Arzt noch Wissenschaftler – er empfängt sein Wissen als Medium.

Mein erster Kontakt mit Anthony William
Ich bin damals über einen deutschen YouTube-Kanal auf ihn und seine Bücher gestoßen. Als ich zum ersten Mal ein Video über meine Symptome aus der Perspektive des Medical Mediums sah, hatte ich Tränen in den Augen. Ich fühlte mich so verstanden wie lange nicht mehr.
Niemand hatte bis zu diesem Zeitpunkt herausgefunden, was mit mir los war. Ich hatte sogar aufgehört, nach Ursachen zu suchen, weil mir immer wieder gesagt wurde, dass alles psychosomatisch sei.
Ich war sehr skeptisch, aber gleichzeitig neugierig, denn vieles von dem, was ich hörte, ergab für mich Sinn. Die Informationen von Anthony William sind sehr detailliert und beschreiben viele körperliche Vorgänge und mögliche Zusammenhänge mit Symptomen. Mir war aber auch klar, dass es sich nur um eine Theorie handelt – ich blieb also vorsichtig.
Was ich durch Medical Medium gelernt habe
Trotz meiner Skepsis war es eine große Bereicherung. Ich lernte zum Beispiel die Symptomatik „Nebennierenschwäche“ kennen, die perfekt zu meinen Beschwerden passte. Dadurch konnte ich mit Ärzten besser über meine Symptome sprechen. Auch das chronische Erschöpfungssyndrom kannte ich vorher nicht – erst durch seine Bücher. Und genau diese Diagnose habe ich schließlich erhalten, nachdem ich mich gezielt an Spezialisten am Unispital gewandt habe.
Auch wenn ich das Wissen von Anthony William als nicht wissenschaftlich fundiert empfinde, habe ich dennoch viel daraus mitgenommen. Besonders das Mitgefühl, das er immer wieder für Menschen mit chronischen Erkrankungen vermittelt, hat mir gutgetan. Ich habe gelernt, Mitgefühl für mich und meinen Körper zu entwickeln – das allein war schon sehr heilsam.
Außerdem hat mir diese strikte Ernährungsform geholfen, für mich einzustehen und „Nein“ zu sagen. Ich war nicht mehr die angepasste „People-Pleaserin“, die es allen recht machen wollte, sondern die „mühsame“, die Extrawünsche hatte. „Einmal vegan, glutenfrei und industriezuckerfrei bitte!“ 😅 Das war eine wichtige Lektion für mich, auch wenn diese Ernährung heute nicht mehr zu mir passt.
Früher dachte ich, dass Ärzte allwissend sind – ich müsste nur ihren Anweisungen folgen, und dann würde ich gesund werden. Aber Ärzte sind auch nur Menschen. Niemand weiß alles, und Fehler passieren. Die Verantwortung für meinen Körper und meine Gesundheit liegt letztendlich bei mir. Als mir das bewusst wurde, konnte ich endlich meinen ganz persönlichen Heilungsweg – meinen eigenen Healing Path – gehen. So ist übrigens der Name meines Kanals entstanden. Und mit ihm entstand auch der Wunsch, meine Erkenntnisse mit anderen zu teilen und sie zu inspirieren, ihren eigenen Weg zu gehen.

Warum ich die Anthony William-Ernährung nicht weiterverfolge
Anthony William gab mir den Mut, einen unkonventionellen Weg zu gehen – und dafür bin ich dankbar. Dennoch hat diese Ernährungsweise letztendlich nicht zu mir gepasst.
Ich habe die Ernährung zwar nie zu 100 % umgesetzt, war aber nahe dran und kannte mich mit den Prinzipien gut aus. Doch ich spürte keine Besserung meiner Symptome. Im Gegenteil: Ich fühlte mich nach den Mahlzeiten oft nicht wohl.
Später stellte sich heraus, dass ich eine Salicylatunverträglichkeit habe – und das passt einfach überhaupt nicht zur Anthony-William-Ernährung. Diese ist im Idealfall vegan, aber fast alle Gemüse- und Obstsorten enthalten Salicylate. Dazu werde ich noch einen separaten Blogbeitrag schreiben, da das Thema sehr spannend ist – aber das würde hier den Rahmen sprengen.
Die Medical Medium-Community – Licht und Schatten
Mit der Community von Anthony William hatte ich gemischte Erfahrungen. Einerseits habe ich wunderbare Menschen kennengelernt, die mich bis heute inspirieren. Andererseits war ein großer Teil der Community sehr dogmatisch. Die Ernährung wurde fast wie eine Religion behandelt.
Wenn jemand sich nicht gut fühlte, hieß es oft, man setze sie nicht richtig um oder sei einfach in einer „Entgiftungsphase“. Diese Sichtweise entsprach überhaupt nicht meinem Bauchgefühl – und ich empfinde sie als problematisch.
Ich glaube, jeder Körper ist anders. Wir sind alle individuell und haben eine andere Ausgangslage. Die einen vertragen gewisse Lebensmittel gut, die anderen nicht. Während viele Menschen durch Anthony William große Erfolge hatten, gibt es eben auch andere – so wie mich –, die sich mit einer intuitiven Ernährung deutlich besser fühlen.
Mein Fazit
Ich respektiere jeden, der sich nach Anthony William ernährt. Jeder sollte das essen, was er für richtig hält. Ich weiß, wie es ist, starke Symptome zu haben – und ich verstehe, dass man verschiedene Wege ausprobiert.
Wenn du wissen möchtest, wie mein Weg aussieht, folge mir gerne auf Instagram @_healingpath, dort teile ich regelmäßig meine Erfahrungen.
Und falls du auf der Suche nach gesunden, leckeren Rezepten bist, schau doch auch auf meinem YouTube-Kanal vorbei! 😊
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📖 „Wohlfühlgewicht: Wie du dich vom Diät-Zwang befreist und intuitiv deine Wohlfühlfigur erreichst“ * von Dr. Mareike Awe
Heute ernähre ich mich intuitiv. Das Buch von Dr. Mareike Awe beschreibt die intuitive Ernährung meiner Meinung nach sehr gut. Es geht weniger um Heilungsaspekte, dafür aber um Diät-Zwang Themen, Wohlfühlgewicht und die angeborenen Fähigkeiten für die Intuitive Ernährung.
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